Tipps:
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Stratocastertype Gitarre
Les Paul-typische Gitarre
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Gitarrenkauf: Diese Einkaufstipps sind speziell für E-Gitarren geschrieben, lassen sich aber auch auf Konzert- oder Westerngitarren übertragen. Wem die Anfangsinvestition zu groß ist, kann auf mein Angebot von Leihinstrumenten zurückkommen. Kleine Einführung
Für den Unterricht empfiehlt sich, nicht zuletzt aus Kostengründen, eine Solidbodygitarre. Auch hier werden zwei Typen unterschieden: Der Stratocaster-Typ (von Fender entwickelt) mit Esche-/Erlekorpus, geschraubtem Hals, aufgeschraubter Elektronik mit drei meist einspuligen Tonabnehmern, Vibrato und zwei Cutaways (Ausschnitten am Hals-/Korpus-Übergang) Klangbild: vielseitig, bedingt „heavy-tauglich“ (je nach Tonabnehmerbstückung), modernes Klangbild Der Les- Paul-Typ (von Gibson entwickelt) mit Mahagonikorpus, eingeleimtem Hals, aufgeleimter Decke, Elektronik mit zwei meist zweispuligen Tonabnehmern, Stoptailpiece (grob gesagt: ohne Vibrato), einem Cutaway am unteren Hals-/Korpusübergang und einer nach hinten geneigten Kopfplatte. Klangbild: voller, warmer Klang, viel Sustain, „heavy-tauglich“ Auf
diesen beiden Bauformen basieren nahezu alle anderen E-Gitarren. Da die
Originale sehr teuer sind, stellen zahlreiche Firmen Kopien dieser
Instrumente her. Die Les- Paulvariante ist vom Bauprinzip her recht
teuer zu fertigen (geleimter Hals etc.). Es empfiehlt sich daher für den Annfänger
die Stratocasterform, die zudem ein geringeres Gewicht und einen
variableren Klang hat. An der Stegposition sollte sich jedoch ein
Humbucker (zweispuliger Tonabnehmer)
befinden. Dieser klingt kraftvoller und steigert die
Klangvariationen. Beim Kauf zu beachten !!! Der Schüler soll Spaß an seinem Instrument haben. Eine Gitarre, die nicht gefällt, wird ungern in die Hand genommen, was sich auch auf das Spielen/ Üben auswirkt. Es gilt einen Kompromiss aus technischen, optischen und finanziellen Gesichtspunkten zu finden. Die genannte Reihenfolge gibt auch die Wertigkeit der Kriterien wieder. Über die Optik und Finanzen muss sich jeder selber klar werden. Die einwandfreie Technik ist absolutes Muss. Eine schlecht spielbare Gitarre kann höchstens als Raumschmuck dienen, nicht aber als Instrument. Beginnen wir am Kopf ( also oben). - Die Wirbel sollen leichtgängig und stimmstabil sein. Sie sind für die Stimmung der Gitarre zuständig und damit von immenser Bedeutung. Eine unstimmbare Gitarre wird immer grausam klingen. - Der Hals sollte gerade und sauber verarbeitet sein. Die Bünde dürfen keine scharfen Kanten aufweisen (Fahren Sie mit den Fingern am Hals an den Bund- stäbchenenden entlang- Scharfe Kanten?). Spielen Sie jede Saite in jedem Bund an, und horchen Sie, ob Schnarrgeräusche zu Hören sind. (Bedenken Sie: Eine E-Gitarre ist sensibel, ab einem gewissen Anschlag schnarrt jede Gitarre!) Die Saitenlage (Abstand zwischen Saiten und Griffbrett) sollte nicht zu hoch sein, sonst kostet es viel Kraft beim Spielen. - Prüfen Sie, soweit Sie können, die Einstellung der Gitarre. Am besten bitten Sie den Händler, die Gitarre vor dem Kauf noch einmal zu prüfen. Ansonsten: Suchen Sie sich einen anderen Händler oder verfahren Sie wie folgt: Auf die Saitenlage wurde schon hingewiesen. Testen Sie die Oktavreinheit, indem Sie sich ein Stimmgerät geben lassen, die zu testende Saite nach dem Stimmgerät entsprechend stimmen und genau diese Saiten noch einmal im 12. Bund (zwei Punkte auf dem Griffbrett) anschlagen. Das Stimmgerät sollte jetzt wieder fast genau in der Mitte stehen. - Die Elektronik der Gitarre sollte möglichst wenig brummen. Je nach Bauart ist das leider nicht ganz auszuschließen (vor allem bei der Stratocaster). Spielen Sie verschiedene Gitarren über mehrere Verstärker, um einen Vergleich zu bekommen. Testen Sie auch die Lautstärken. Laut ist nicht besser, verrät aber mehr über die Klangeigenschaften. Kauf eines Gitarrenverstärkers Hier reicht ein kleiner Kofferverstärker mit 15-30 Watt Ausgangsleistung. Ein Verstärker mit mehr Leistung mag klangliche Vorteile haben, wird aber zu schwer, um ihn auch einmal mit zu Freunden zu nehmen. Der Amp sollte mehr als Übungsamp (Amp: Abk. aus dem Englischen. Amplifire = Verstärker) gesehen werden. Zur Beschallung von Konzertsälen wird er nicht reichen. Ein Anfänger wird vorerst ohnehin nicht die großen Hallen dieser Welt füllen können. Folgende Dinge sollten jedoch, generell und auf den Bezug des Gitarrenunterrichtes bei mir, bedacht werden. Ein Übungsamp sollte folgende
Eigenschaften haben: - Er soll gut klingen - Er sollte möglichst wenig rauschen. - Die Klangregelung sollte möglichst variabel sein. - Ein „Verzerrer“ sollte eingebaut sein. - Eingebauter „Hall“ ist kein purer Luxus. (Es geht aber auch ohne.) - Das Gewicht sollte, trotz stabilem Gehäuse, niedrig sein. - Ersatzteile sollten auch über einen langen Zeitraum lieferbar sein. - Anschlüsse für Fußschalter und Kopfhörer sollten mindesten vorhanden sein. Die
Einkaufsliste Leider ist es mit Gitarre und Verstärker nicht getan. Die Zubehörliste ist länger als die eines Luxuswagens. Bevor Sie sich hier verlaufen oder etwas aufschwatzen lassen, möchte ich hierzu auch eine Empfehlung geben: - Gitarre - Haltegurt für die Gitarre (möglichst breit, weich, rutschfest und gut einstellbar) - Gigbag, eine Tasche für den Transport der Gitarre (Wie sollen Sie sonst zu mir kommen?) - Ein Satz Ersatzsaiten, falls Saiten reißen und ohne ist ein Spielen unmöglich (Achten Sie darauf, dass Sie die schon aufgezogene Saitenstärke kaufen!!) - 3-5 Plektren in mittlerer Stärke und Größe, diese gehen gerne verloren. Knallbunte sind leichter wiederzufinden - Verstärker - Anschlusskabel (zwischen Gitarre und Verstärker), lieber in besserer Qualität, aber nicht zu lang (3m reichen vorerst) - Ein Stimmgerät (das Stimmen fällt am Anfang oft schwer und hat so Manchen schon ins Stolpern gebracht) -
Ein Metronom (Tempogeber), möglichst mit Pendel und nicht
digital! Das ist keine „Muß-Empfehlung“. Ein solches Gerät teilt sich gemischte Sympathien unter den Schülern!
Es hilft aber beim Lernen, ist unbestechlich und kann klare Lehrerfolge
anzeigen (oder eben auch nicht!) Seien Sie nicht erschrocken. Gitarre und Verstärker sind die teuersten Posten. Auch wenn es ein kleiner Trost ist, der Händler wir Ihnen bei dieser Palette im Preis entgegenkommen. Einige der erwähnten Gegenstände sind auch schon im "Lieferumfang“ anderer Produkte enthalten. Allgemeine
Tipps Die oben genannten Dinge sollten Sie auf jeden Fall befolgen. Damit sind Sie vor den gröbsten Fehlkäufen sicher. Es kann nicht schaden, jemanden mitzunehmen, der Ahnung von Gitarren hat. Auch wenn Sie diesen vielleicht gelegentlich bremsen müssen, denn einem Gitarrenliebhaber ist das Beste meist gerade gut genug. Und hier noch die goldenen Grundregeln, wie man sich im Laden verhalten sollte: - Immer freundlich sein. - Kaufbereitschaft zeigen. - Lassen Sie sich lieber etwas erklären, was Sie schon wissen und achten auf die Erklärungen des Verkäufers (Hält er Sie für dumm oder ist er bemüht und freundlich?) - Kaufen Sie nach einem Preisvergleich in einem „Rundumschlag“. Für den Anfänger benötigen Sie eine Grundausstattung. Der Händler wird Ihnen preislich (oft erstaunlich) entgegenkommen. Fragen Sie auf jeden Fall nach Preisnachlässen. Ein guter Händler wird das unaufgefordert anbieten!
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